Selbstrespekt in der eigenen Bewegung für sich selbst und im Leben generell. Strategien gegen den Hass. Und anders gesagt: Behaltet eure Scheiße für euch.

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Es ist quasi eine Zusammenfassung aller Gedichte hier und Bilder und allem, was ich sagen wollte und es geht sehr in die Tiefe, als letzter Abschluss. Es ist auch ein Denkmal für alle Kinder, Frauen und auch Männer, die an der ganzen Gewalt gestorben sind, innerlich wie äußerlich und für alle, die ich sehr liebe. Und auch für alle Menschen, die wirklich helfen, ihr eigenes Leben, ihre eigene Zerbrechlichkeit leben und wirklich mutig sind. Daher ist dies dann wirklich das letzte Gedicht, aber es musste sein:

für meine unendlich mutige Baumhausbande

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Die ganzen Schreie

Der ganze Hass

Nicht mehr atmen können
Und das verdammt grausame Grinsen
Menschliche Feigheit überall

Als ob das „stark“ wäre

Interessant

Wie ihr euch hinter anderen Menschen versteckt

Und Theorien
Und eurer Gewalt

Die Schuld vor allem auf das „auserwählte“ Sündenbockkind schiebt

Das es immer gibt in jeder Gewaltstruktur

Manchmal auch mehrere

Fühlt ihr euch dann besser?
Wenn ihr euch nicht in die Augen sehen müsst?

Vermarktet sich auch gut Gewalt nicht wahr?
Videos die alles zerstören und Filme Bilder

Und Erwürgen und den Po Mund Eingeweide oder was auch immer

Von anderen zerstören
Weil ihr Angst habt

Das ist alles

Ihr habt nicht einmal begriffen

Dass ihr mit jeder Gewalttat mehr

Auch euch zerstört mit allen anderen

Behaltet doch eure Scheiße für euch

Wortwörtlich

Behaltet eure Körperflüssigkeiten euren Hass
Eure verdammte Denkweise für euch
Und eure Theorien

Eure Bilder

Und eure Sichtweise

Weil es da viel mehr zu leben gibt

Das ihr nie verstehen werdet

Es gibt eine Stärke

Die aus dem eigenen Gefühl wächst

Es gibt eine Liebe zu sich selbst

Die wächst wenn wir weinen können in der Arztpraxis

Weil wir nicht mehr können

Und unterstützt werden

Es gibt Kriminalbeamte und Ärztinnen

Und so viele andere gute Menschen

Die die Welt verändern mit ihrer Ehrlichkeit

Die oft auch mitgeweint haben

Weil sie noch nie sowas gehört haben
Und eigentlich schon viel mehr Dreck gehört haben als andere

Es gibt Menschen

Die mit dir zerbrechlich sein können
Und dir helfen dich zu retten
Aus all der Gewalt

Auch die die dann innerlich da ist

Weil da so viel Scheiße war

Das was dich rettet

Ist dein eigenes Gefühl

Wenn du eine Bewegung findest

Die dir gut tut

Wenn du weinen kannst mitten im Schwimmbad

Genauso wie du lachen kannst im Theater und ehrlich sein
Wenn du deine Kraft spürst und die Liebe zu dir selbst

Und den Menschen die du liebst

Wenn du läufst oder Wendo machst oder wenn du

Einen Zirkus veranstaltest in deinem eigenen Raum
Es gibt so viel was du für dich machen kannst

So so viel

Wenn du auf dem Friedhof stehst
Und den Menschen die nicht mehr aufgetaucht sind

Versprichst dass du leben wirst wie du leben willst

Ganz egal wie lang das dauert

Wenn du in jedem neuen Schritt von dir selbst

Deine eigene Welt spüren kannst

Das was du richtig findest

Du selbst und nicht das was andere dir eingetrichtert haben

Wenn du Freundschaften lebst die wirklich welche sind

Voller Wunder

Wenn du so ehrliche Gespräche hast

Und auf einmal eine Hüpfburg siehst und alle rumspringen

Voller Lebensfreude für sich

Das ist wirkliche Lebendigkeit

Und das kann dich retten

Jeder neue Moment wo du du selbst bist

Kann dich retten

Wenn du anvertraust wie scheiße sich das wirklich anfühlt

Was wirklich passiert

Aber genauso wie viele tolle Leute du kennst

Wenn du mit den wirklich mutigen Menschen sprichst

Ja, dann haben sie meinen Mund zerstört oder den Po

Oder die Vagina, wie bei so vielen
Und ich weine solange wie ich das muss damit ich mich von ihrem Hass
Befreien kann

Aber meine Gedanken, meine Bilder und meine Lebensweise

Die nimmt mir niemand

Und mein Körper auch nicht

Mein Wissen und mich selbst

Es ist mein Leben

Es ist meine Zeit

Genauso wie deine

Und ich weiß

Und wusste immer

Auch wenn es irgendwann vergraben war

Und ich das erst befreien musste

Was Liebe für mich bedeutet

Was Freundschaft bedeutet

Gute Ideen und Wege

Und zu sich selbst

Eine gute Beziehung zu haben

Das eigene Wissen
Kann einem niemand nehmen
Ich hab meine Bilder

Und ich bin lieber zerbrechlich

Und weine beim Gesundheitsamt

Wegen all der Kacke und allem

Was du dann testen lassen musst

Wegen Taten von anderen
Als so abzusterben wie ihr

Und ich sag euch was:
Ganz egal was ihr getan habt

Ganz egal was ihr redet

Ganz egal was ihr denkt

Und wie viele Videos ihr produziert

Ich weiß was ich weiß
Und ich fühle was ich fühle

Genauso wie alle ehrlichen Menschen auf der Welt

Ihr seid nur feige und das ist alles

Und Feigheit verliert am Ende immer
Und ihr seid der beste Beweis dafür
An jedem Tag
Ich weine um alle

Die durch euch zerstört wurden
Auch um das kleine Mädchen das ich war

Und ich bin froh

Das ich weiß was ich weiß
Und die Narben bleiben

Genauso wie alles was ich weiß
Und alles was zerstört wurde

Aber es bleiben auch die guten Menschen

Alle die mir geholfen haben und helfen
Die Freundschaften
Mein Weinen und Lachen können

Meine eigenen Bilder

Mein Trauern

Meine Lebensfreude
Und ich selbst

Ich werde immer weinen

Um das was zerstört wurde

Ich werde niemals vergessen
Wie viel Angst ich hatte

Oder wie auswegslos das ist
Und die Panik und die Schmerzen
Und die Schreie und keine Hilfe

Aber ich weiß

Wie ich mir helfen kann

An jedem Tag

Und das zählt

Ich weiß heute wieder

Wer ich bin
Und entwickel das jeden Tag neu
Und das ist meine Macht

Mein eigenes Gefühl

Und egal wie sehr ihr rumrumort

Das kann mir niemand nehmen

Genauso wie ihr das sonst niemandem nehmen könnt

Wenn ich eislaufen bin

Schwimmen wenn ich tanze und weine und lache
Und wenn ich voller Trauer bin

Aber gleichzeitig weiß wie viele tolle Menschen es gibt

Und auch weiß was meine Bilder sind

Das ist jetzt mein Leben

Und mein Gefühl

Und ich werde so leben

Dass ich innerlich leuchten kann

Durch meine eigene Ehrlichkeit
Und mein eigenes Bild für mich selbst

Und mit allen guten Menschen Bildern

Und allem was Lebendigkeit bedeutet

Wirklich da zu sein

Mit all meinen Tränen
All meinem Lachen

Mit all meinen eigenen Erfahrungen
Und mir selbst

Lebendig

„Nad wyraz ciężka
 do wypowiedzenia 
 jest jedna łza“  (Tadeusz Różewicz, Nad Wyraz)

und ein passendes Lied für das Gedicht, danke Marina, den Dancerinnen und Dancern der Blödelcompany!: Bosse – Kraniche
„Ich such nicht mehr und finde nur“ „Licht an, alle Fenster auf! Ich bin raus!“

Ein letzter Text weil es das Wichtigste ist, wirklich lebendig zu sein. Für die Cafefrau, die in einem Nebensatz erwähnte, dass sie ins Krankenhaus muss. Leben wir?

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Das ist die wichtigste Frage.
Für einen Moment ist alles still. Alles was wir sagen könnten klingt bescheuert. Es ist auch nicht wichtig. Zuhören ist wichtig. Auf einmal wieder bewusst vor Augen, was Leben wirklich heißt, was es heißt, lebendig zu sein. Wie unendlich unendlich unendlich! kostbar das ist. Das ist es, warum ich mich nicht mehr schäme und mich auch nicht von der Vergangenheit einschränken lasse, auch nicht von den Meinungen von anderen Menschen oder von Taten von anderen und noch sehr viel weniger von feigen Menschen wie Trump und anderen Trumpees dieser Erde oder so wunderbar grausamen Menschen wie meiner „Familie“ und diesen Menschen überall auf der Welt.
Weil wir nur ein Leben haben.
Warum sollten wir das mit Menschen verbringen, ganz egal wo auf der Welt, die nichts anderes können als sich vor sich selbst zu verstecken? Nein, danke.
Ich will wirklich lieber meine Zeit mit Menschen verbringen, die ehrlich sind.
Es ist manchmal so schwer, die eigene Angst auszuhalten oder die eigene Zerbrechlichkeit. Aber das ist es, wie Bilder überhaupt entstehen, wie ehrliche Gedichte entstehen und Musik und überhaupt, alles. Auch Tanzen, Berührungen, alles. Nur wenn wir zerbrechlich sein können. Mir wurde nochmal klar, wie wichtig Gesundheit ist und wie wenig wir wertschätzen, dass wir nur eine bestimmte Zeit haben.
Es gibt Dinge, die wir sagen wollten, die wir sagen sollten. Träume und alles was wir leben wollen. Ich bin eingeschränkt durch das was mir angetan wurde, aber ich lebe, was mir wichtig ist. Und wenn ich Menschen nicht direkt sagen kann, was ich fühle, dann würde ich es zur Not sogar durch Rauchzeichen versuchen. Aber ich will es gesagt haben.
Und wenn ich in manchen Momenten nicht den Sport machen kann, der mir wichtig ist, dann mach ich eben das, was ich kann, genauso wie ich das überall mache, bei allem, was mir wichtig ist. Weil ich nur ein Leben habe.
Ich möchte so leben und das tu ich auch, dass ich jederzeit zufrieden gehen könnte, mit allem, was ich gelebt habe. Lebendigsein bedeutet so viel. Es sind die kleinen Momente. Ich habe so oft Angst vor dem, was ich wirklich fühle und das zu wissen und noch sehr viel mehr vor einer guten Umgebung, weil ich so viele Verletzungen habe, aber ich weiß auch, wie viele tolle Menschen ich um mich herum habe und wie viele mich wirklich sehen und umgekehrt. Und wie reich ich bin durch all meine Talente, meine Leute, durch mein Wissen und meine ganz eigenen Erfahrungen. Und alle Menschen, die so ehrlich sind, haben das. Etwas völlig Eigenes. Etwas, das von innen her leuchten kann, wenn wir das zulassen.
Es ist manchmal schwer, aber ich denke auch an all die anderen Menschen, die sterben mussten, weil andere Menschen das so entschieden hatten, weil sie zu feige waren um sich selbst zu sehen und genauso an all die Menschen, die sterben mussten, weil sie krank geworden sind. Und ich denke, dass es da ein Leben zu leben gibt. Das aus Momenten besteht, in denen wir lebendig sind. Wenn wir so glücklich sind, dass wir grinsen müssen und nicht mal wissen warum. Wenn wir verletzlich und ehrlich sind und auch nicht erklären können, warum es so schwierig ist Menschen anzusehen, die wir so sehr mögen, aber das wieder einen eigenen Zauber hat. Für sich. Und wenn wir einfach nur leben, was wir sind und wer wir sein wollen. Jeden Tag. Wenn wir weinen, lachen, ehrlich sind. Wenn wir tanzen und still sind und dann wieder laut, wenn wir kichern und gemeinsam so viel Gutes erleben und einfach uns anvertrauen, wenn alles schwierig ist. Das ist schon wieder Leichtigkeit. Es gibt so viel Gutes. Es gibt auch so viel Gutes zwischen Menschen und das seh ich jeden Tag. Und ich weiß, dass es nicht leicht ist, wenn da so viele Verletzungen sind, aber ich weiß auch, dass es immer Hoffnung gibt. Und vor allem so viele Wege. Und wir können andere Wege finden. Es geht. Wir können sogar noch das Schlimmste aussprechen und gleichzeitig fühlen, dass wir in der Gegenwart sind und dass wir wir selbst sind. Völlig unabhängig von dem, was irgendjemand denkt.
Und wir können

einfach

lebendig

sein.

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Mit allen Ecken und Kanten und mit allem wovor wir Angst haben und mit allem, was wir leben können. Wirklich lebendig sein. Das ist das Schönste, das ich sagen kann.
Wenn es irgendetwas gibt, das mich gerettet hat, dann das. Diese Momente in denen ich so ehrlich war. Meine Freundschaften, meine Beziehungen zu anderen Menschen, die auch so aufrichtig waren und sind und meine ganzen verrückten, ehrlichen, guten, verletzlichen, einfach nur so wahren Momente. Und das ist es doch auch, was das Leben dann ist. Wie das eine Freundin mal zitiert hat, alle Tränen zu weinen und alles Lachen zu lachen.
Eben wirklich am Leben zu sein. Für die Zeit die wir haben wirklich zu leben. Für uns selbst. Wirklich da zu sein und lebendig zu sein.

und weil es Gespräche gibt, die tief tief bewegen hier nur ein kleiner Einblick was möglich ist, wenn Menschen verletzlich sind:

„Ich habe den besten Beruf dieser Welt und würde niemals einen anderen wählen. Ich möchte Frauen stärken, ich möchte, dass sie etwas zurückbekommen für alles, was sie stemmen. Frauen stemmen so viel. Und es ist so vielseitig und so spannend. Der Körper von Frauen ist so wunderschön! Und die Schwangerschaft und einfach der ganze Körper an sich ist so spannend, alles. Ich finde, Frauen sollten dafür etwas zurückbekommen, aber vor allem brauchen sie Zeit und Respekt und auch Liebe zu sich selbst“ (meine absolut geniale Frauenärztin, es gibt so tolle Gespräche, die die Welt ändern können).

Ich sag dir, was wirklicher Mut und wirkliche Stärke ist

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Weinen zu können

Sanfte Umarmungen

Ehrliche Gespräche
Der Mut in einer Gruppe Nein! zu sagen

Die Frauen die es schaffen sich selbst lieben zu können

Trotz allem

Die ihre eigenen Wege gehen

Genauso wie Männer die sich zur Not auch gegen alle anderen stellen
Und zerbrechlich sein können

Das ist Stärke

Du fühlst dich “stark” wenn du gewalttätig bist

Und mit deinen Werkzeugen Kinder zerstörst

Was soll das sein

Am Ende dürfen alle anderen mit euren Taten leben

Irgendwie klarkommen
Aber ich weiß nur

Stärke und Mut ist es weinen zu können

Zartheit zu finden in den eigenen Gefühlen
Dem eigenen Wissen

Das ist die größte Stärke die es gibt

Wenn trotz all dieser Gewalt

Trotz all dieser Zerstörung

Wir noch ehrlich weinen können

Weil nur dann Lebensfreude auch ehrlich ist

Weil wir nur dann überhaupt wissen können

Was gute Berührungen sind
Was es bedeutet wirklich lieben zu können

Was das heißt respektvoll zu sein

Was Umarmungen bedeuten können

Wenn sie so ehrlich sind
Was es heißt wirklich wahr zu sein

Vor allem auch zu sich selbst

Weil darin die größte eigene Stärke liegt

Zu wissen was wir wissen

Zu fühlen was wir fühlen
Und respektvoll zu leben

Für uns und andere

Und auch wenn alle Angst haben

Weinen zu können

Wir selbst zu sein

Und wieder zu atmen

weil das nochmal gesagt werden musste, abschließend, es ist so, so wichtig.

img2751aI am my own. I am my own freedom!

und am Ende nennen wir Gewalt „normal“ und es sind immer die Gleichen, die darunter leiden dürfen. Können wir nicht anders leben? Wirklich leben?

weil das so klar gesagt werden muss, damit Gewalt überhaupt aufhören kann, weil das verdammt wichtig ist so klar zu sprechen:

„Was ich weiß, ist: Überall werden Frauen und Mädchen Opfer von brutalisierter Gewalt. Und es ist auf jeden Fall historisch belegbar, dass in der Pornografie die Herabwürdigung und Misshandlung von Frauen noch nie in einem solchen Ausmaß derart gängig und verbreitet waren, wie sie es heute sind.
Ich weine um dich, kleines Mädchen, und ich weine um deine Schwestern überall auf der Welt, die missbraucht, ermordet, vergewaltigt, verkauft werden. Und ich frage mich, warum all das keine allzu große oder medial berichtete Erschütterung und Empörung hervorruft. Und wenn ich ganz bitter und zynisch werde, frage ich mich das gar nicht mehr, sondern meine, es zu wissen“ (Ich weine um dich, Ingrid Strobl).
Und zu der ganzen Gewalt und unser wunderbaren Sicht auf „Sexualität“ und Frauen wie Männer, die so wunderschön international ist: „Und, last but not least: Man kann sich auch die größte Scheiße schön reden“ (Ingrid Strobl).

Es sollte eine Meldepflicht für Freier geben“ (Hagen Rether).

 

Ich hab keine Worte

Ich weiß nur

Ich will atmen können

Du siehst mich an
Mit leeren Augen

Siehst auch nichts

Wie so viele
Was soll ich noch sagen
Ich möchte mit den Menschen leben
Die wirklich respektvoll sind

Und sagen was ist

Ich weine lieber Ozeane

Und sage was ich meine

Als so tot zu sein
Wie du

 

und weil das ja alles so „normal“ ist, die ganze Gewalt bei uns und „Familien“ wie die von mir damals: „Es sollte Chipkarten für Freier geben, so mit Foto und Gesundheitsausweis„. „Das machen die doch freiwillig. Ich mein, welche Frau möchte nicht 60 Männer absamen am Tag. Ein Träumchen“ (Hagen Rether).:

„Die Verfasserinnen dieses Manifests verwechseln offenbar Sex mit Prostitution. Aber haben Sie schon einmal mit Frauen gesprochen, die anschaffen? Sie werden ihnen sagen, was Prostitution ganz konkret heißt: Fremde Männer stecken ihren Schwanz, ihre Zunge, ihre Finger in alle Körperöffnungen der Frau. Und unsere Gemeinschaft wäre sehr viel stärker, wenn Frauen nicht mehr als Prostituierte arbeiten würden/müssten und Männer sich nicht mehr einreden könnten, sie dürften für ein paar Euro in eine Frau eindringen. Und ihr für ein paar Euro mehr in den Mund pissen. Etc.“ (Sexarbeit? Wo lebt ihr denn? Text von Ingrid Strobl).
Und das Wichtigste:
„Es geht hier um die immer noch vorhandene Frauenverachtung auch in dieser Gesellschaft und schon gar in Gesellschaften, in denen Frauen keine Rechte haben und als dem Manne untertan gelten. Es geht hier um das, was Männer überall tun: Frauen misshandeln, erniedrigen, sexuell „belästigen“, vergewaltigen. Weil sie meinen, als Männer ein Recht darauf zu haben. (Und es gibt von Köln bis zum Hindukusch Männer, die Frauen wertschätzen und Vergewaltigung für genau das Verbrechen halten, das sie ist.).
Was ich in all diesen Jahrzehnten zum Thema Prostitution zu hören bekam, hatte tragische, komische, grausame, deprimierende, eintönige und absurde Aspekte. Ich erfuhr von Stammfreiern, die „ihrer“ Prostituierten zu Weihnachten das selbe Parfum schenken wie ihrer Frau. Von Freiern, die erst den ohnehin katastrophal niedrigen Preis herunterhandeln, und die Prostituierte dann anal vergewaltigen. Vom Zwang, sich jeden Abend unter der Dusche bis aufs Blut abzuschrubben und trotzdem schmutzig zu fühlen. Von Urin-, Samen- und anderen, undefinierbaren, Resten auf dem Penis, die frau beim Stammkunden schon mal vorher mit dem Kleenex  abwischen kann. Die sie aber bei normalen Freiern im Wortsinne runterschlucken muss“ (Ingrid Strobl).

weil es nicht schön ist, wirklich zu sagen was war und ist, aber weil es hilft, damit sich etwas ändern kann. Und damit den Menschen, die so sehr leiden, geholfen werden kann. Damit sich wirklich etwas bewegen kann. Wir brauchen so viel mehr klare Sicht und wirklichen Respekt. So so viel mehr.

Weil das Zerbrechliche viel mehr Angst macht als alles andere.

„dass wir sind, wer und was wir sind, jenseits aller Worte, Konzepte und Beschreibungen“ in my own dance, in my own body…finally able to breathe

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„dass wir sind, wer uns was wir sind, jenseits aller Worte, Konzepte und Beschreibungen und jenseits dessen, was irgendjemand über uns denkt, ja sogar jenseits dessen, was wir selbst über uns denken“ (Jon Kabat- Zinn, zitiert in Getanzte Geschichten bewegen von Ursula Anna Neuner) weil es das wunderschönste Zitat ist. Weil es so wahr ist.

und dann etwas sehr Wichtiges und genau auf den Punkt Treffendes von Emma Thompson: „We need men and women to sit down and talk to each other about sex honestly and openly. But our lack of communication is hugely problematic„…“And we’re all supposed to be happy all the time. What is that about? Why have we lost contact with the possibility of saying, ‘Do you know what? I can’t do that. Sorry, I can’t manage that as well„. Die Frage könnten wir in allen Bereichen stellen.

Für einen Moment

Völlig frei

In meiner eigenen Bewegung

Nichts außer Atmen Können

Solche Freiheit

Ich kann weinen

Lachen

Ich kann für einen Moment

Nur Sein

Nichts weiter

Und so unendlich unendlich viel
Frei sein

Zerbrechlich unendlich zerbrechlich

Und darin Hoffnung

Sanfte Umarmung

Von mir selbst

Mich halten können

Für diesen Moment

Wegtanzen die Zerstörung

Nur atmen dürfen

Für diesen Moment

„And I don’t care how I’m judged. I’m past all that“ (Emma Thompson).

Wir können nicht wegreden was wir fühlen. Nachtrag zur ganz eigenen Musik. Das Wichtigste, Tiefste, das ich sagen kann.

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„Our first job in life as women, I think, is to get to know ourselves…We spend our time pleasing, satisfying, looking out into the world to define who we are — listening to the messages, the images, the limited definitions that people have of who we are. And that’s true for women of color for sure. There is a limited box that we are put in, and if we live by that limited definition we miss out on a lot of who we are. I always tell young girls, surround yourself with goodness. I learned early on how to get the haters out of my life. You’ve got to just sort of surround yourself with people who uplift you, who hold you up“ (Michelle Obama on how to silence the haters and allow yourself to become who you truly are).

 

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Eure Ketten halten mich nicht mehr
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Auf meiner eigenen Reise
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Mit meinem eigenen Wissen und meiner eigenen Schönheit und meiner eigenen Stimme

 

Could you show me

your heart’s song

the song of your being?

Could you close your eyes

and dance?
Just close your eyes

and dance!

Und sie glauben

Sie könnten ihre Ängste verstecken
Hinter Gewalt

Sie glauben

Wenn sie andere zerstören

Dann wären sie “stark”

Irgendwie “befreit”

Welche “Freiheit” soll das sein
Welche “Stärke” soll das sein

Alles leblos

Dann töten sie

Weil sie Angst haben

Vergewaltigen und nennen es anders

Weil es leichter ist

Dann reden sie den Opfern ein

Dass alle so sind

Und die Welt so ist

Damit die die so viel gelitten haben

Sich am Ende selbst quälen

Oder vor dem was gut sein könnte

Wegrennen

Weil sich alles zerstört und eklig in ihnen anfühlt

Ist es nicht das

Was Gewalt die ganze ganze Zeit macht?

Was steckt denn dahinter?
Nur Feigheit

Ja, es wäre leicht zu sein wie Trump

Rumzuschreien und zu sagen: Hier, ich hab die Lösung

Ich habe keine
Ich weiß nicht

Wie wir das alles schaffen sollen
All die Gewalt die da war irgendwie angehen können

Irgendwo Wege finden können

Ich weiß nicht mal wie ich mich heilen soll manchmal

Ich habe keine Ahnung

Ich weiß nur

Dass egal wie einfach es wirkt

Wie Trump zu sein

Es kein Leben ist

Oder möglichst unberührt zu reden

Und wenn es mir noch so schwer fällt

Ich weine lieber

Ich sitze lieber da und bin verdammt ehrlich

Egal wie lang das dauert

Als so zu enden

Mit gar keinen Gefühlen mehr

Mit gar nichts

Außer leerem Gerede

Das ich mir selbst nie glauben würde

Und auch nie geglaubt habe

Und mir sonst auch niemand
Es ist so einfach in Gewalt zu fallen
Auch gegenüber sich selbst

Es ist so so einfach
Aber es ist kein Leben

Ich gehe lieber direkt auf meine Ängste zu

Als mir einzureden dass Gewalt “okay” sei

Ich schau mir lieber an was ist
Ich habe keine Zeit
Für diese Masken die nur auffressen

Sonst gar nichts

Ich habe nur eine begrenzte Zeit zu leben

Ich kann die nicht damit verbringen

Vor mir wegzurennen

Auch wenn mir das noch oft passiert

Und ich am liebsten die Gefühle abtöten möchte

Weshalb ich sogar verstehe

Warum so Leute gewählt werden
Angst kann riesig sein

Und Gewalt erscheint so leicht

Zu reden als wäre alles irgendwie Oberfläche

Und im Grunde egal
Wie viel Angst da vor Tiefe ist oder etwas

Das wir nicht leicht erklären können

Ich würde auch am liebsten wegrennen
Oder schreien wie Trump

Und das alles nicht mehr fühlen

Wie leicht wär das

Sich nur noch mit Penis und Vagina anzusprechen
Und gut ist oder welchen Wörtern auch immer

Das löst nur das nicht

Was wir fühlen
Egal was wir uns einquatschen

Ich habs auch lang genug versucht

Es gibt keine einfachen Lösungen

Für die Schmerzen die wir haben und die Verletzungen

Wenn ich eins von der Zerstörung gelernt habe

Die mir angetan wurde und anderen Kindern

Dann das
Es gibt kein Wegrennen vor dem was wir fühlen

Egal wie
Es lässt sich nicht vergessen

Was zerstört wurde vor allem in den Frauen

Aber auch Männern jahrhundertelang
Wie lässt sich das vergessen?
Und es zeigt sich in all unseren Bildern heute

In der Sprache und in dem wie wir die Welt sehen

Das lässt sich nicht wegwischen

Niemals
Es zeigt sich sogar darin wie wir unsere Geschichte erzählen
Und was wir uns wagen zu fühlen oder zu sein
Ich glaube aber trotzdem dass da mehr ist

So viel Wunderschönes

So viele gute Fähigkeiten und Talente

So viel gutes Miteinander auch
Das ich jeden Tag sehe

Das wir leben können
So viele Menschen zeigen das jeden Tag

Dass wir immer die Wahl haben

Und ich wünschte

Ich hätte eine Sprache dafür

Was das wirklich zerstört hat

Was Gewalt wirklich zerstört

Du rennst weg vor den besten Leuten in deinem Leben

Ständig

Weil du einfach doch denkst dass du ein “Monster” bist

Wegen dem was andere dir angetan haben
Weil du denkst du wärst “eklig”

Wegen den Folgen die du hast
Wegen den Taten von anderen

Und dann hast du keine Worte

Für den Schmerz in dir und den Bildern

Und du willst einfach gar nichts fühlen

Und dann hört es auf
Du kannst auch nicht glauben
Dass jemand etwas Anderes sieht
Und du möchtest weinen
Kannst aber nicht

Weil du Angst hast

Dass du dann wieder “eklig” bist

Und dann diese Bilder wie du gezwungen wurdest

Immer wieder

Weil diese Feigheit dieser Leute
Dich zerstört hat
Und weil sie nichts gesehen haben außer sich

Und ihre Feigheit

Und du nimmst die Scham mit dir

Obwohl sie zu ihnen gehört

Und irgendwas in dir fühlt sich so
Als müsstest du wegrennen vor allen guten Leuten

Weil du sie nicht in diese “Welt” ziehen darfst

Und damit kannst du nicht atmen

Wo ist der Platz für das was du wirklich fühlst

Wo kannst du einfach weinen
Ohne dich “eklig” zu fühlen und ohne dich “seltsam” zu fühlen
Wir können nicht wegreden

Was wir fühlen
Wir können nicht wegpornorisieren und wegprostituieren

Ganz und gar nicht
Was über Jahrhunderte Kindern und Frauen angetan wurde

Und Männern gleich mit
Wir können das nicht wegreden
Auch nicht mit einem guten Alltag

Und ein guter Alltag

Und gute Politik

Besteht in Wahrheit darin:
Sich das ansehen zu können

Mit Respekt
Und wirklichem Sehen

Und dann wirklich zu trauern

Und daraus aus dieser Ehrlichkeit

Die entsteht
Wenn wir etwas wirklich ansehen können

Ganz

Etwas zu ändern
Denn je mehr Menschen Angst haben

Vor dem was sie wissen und fühlen

Desto mehr wird Gewalt existieren
Ich hab keine Lösung für diese Schmerzen

Und nicht mal eine Sprache

Und vielleicht werde ich sie nie haben
Weil ich nicht ausdrücken kann

Was ich gefühlt habe oder fühle

Weil diese Gewalt so erdrückend war
Und vielleicht ist es auch das

Was viele so erstickt

Und was so viele Menschen

Von Trump überzeugt und Menschen wie Trump

Weil Schreien nun mal einfacher ist

Als wirklich zu sagen was ist

Und alles in allem. Für unsere ganz eigene Musik. Das zerbrechlichstark Gedicht. Ein allerletztes Seitengedicht weil es so wichtig ist.

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(allerletztes in kurios völlig eigener Bedeutung, wie alles).

„One thing’s for sure: if you try to grab this pussy, it’ll bite your fucking hand off. What the fuck is going on? Women need to love themselves more than ever, because when we don’t, these are the choices we make“ (Gala Darling, What the hell do we do now?) just so you all know.

„Men who have no right to call themselves that and who think that women who aspire to more than looking hot are shrill, ugly, and otherwise worthy of our scorn rather than our admiration struck a blow for misogynistic shitheads everywhere. I will not hand his granddaughter a country shaped by hateful and stupid men“ (Aaron Sorking’s letter to his daughter Roxy and her mother Julia Sorkin).

Ist es schlimm zerbrechlich zu sein
Oder eine andere Meinung zu haben

Anders auszusehen

Anders zu fühlen und zu denken

Als viele um dich herum

Manchmal hast du das Gefühl

Es erdrückt dich

Alle flüstern dir ihre eigenen Meinungen zu

Und ihr Leben
Du hast das Gefühl
Du solltest anders sein

Solltest immer fröhlich sein
Oder immer in Rollen passen

Die dir gar nicht passen

Immer alles geregelt haben

Niemals das was du sein solltest

Aber was ist

Wenn dein Herz etwas Anderes sagt

Wenn du wild tanzen willst

Genauso wie du Angst hast davor

Wenn du weinen möchtest

Auch mitten in der Bahn
Weil du einfach nicht mehr kannst
Wenn du nur noch im Wald herumwandern möchtest

Alle Farben verwandeln
Wirklich leben?
Wenn du spürst

Dass du Zeit brauchst

Dass du deine eigene Ruhe hast

Deine eigene Lebendigkeit

Dein eigenes Wissen
Wenn dir die Rollen nicht reichen
Sondern du nur atmen können möchtest?
Und wenn du den Menschen
Die du liebst

Nur sagen kannst

Dass du sie liebst

Aufrichtig

Auf deine wundervolle Weise

Respektvoll und wahr
Aber manchmal sehr leise

Und sehr zerbrechlich

Weil es kostbar ist

Und gleichzeitig Angst macht?
Ist das in Ordnung?
Kannst du dir das selbst beantworten?
Was wenn alle Menschen

Ein ganz eigenes Gefühl haben

Das wir uns gar nicht trauen zu zeigen
Unsere ganz eigene Stimme

Die wir hören können

Wenn wir das möchten

Unseren eigenen Rhythmus

Unser ganz ganz eigenes Wissen

Was ist

Wenn ich glauben kann

Dass du verstehst

Dass du sehen kannst

Was ich wirklich meine

Auch wenn ich gerade nicht zeigen kann
Was ich fühle

Weil ich mit Rollen kämpfe

Die nie meine waren
Wie du vielleicht manchmal auch

Weil ich Sätze im Kopf habe und Taten und Ängste

Die auch niemals meine waren
Und was ist

Wenn da trotzdem immer die Möglichkeit ist

Dass es gut wird
Wenn wir doch immer die Wahl haben
Und da doch immer unser ganz eigenes Lied ist

Unsere ganz eigene Musik

Die immer da sein wird
Ganz egal was passiert
Wäre das nicht das Beste

Das es geben kann?
Ich stehe hier auf dem Berg

Sehe den Sternen zu und für einen Moment

Ist das alles so wie es ist
Und dann ist da die eigene Musik

Und für einen Moment sind alle Rollen weg

Nur ich

Können wir nicht dafür leben
Uns so zu sehen
Und auch Geduld zu haben
Zerbrechlichkeit wertschätzen zu können
Genauso wie Ehrlichkeit
Wäre das nicht ein Anfang?
Für unsere ganz eigene Musik

und wie immer in passenden wunderschöneigen perfekt unperfekten Bildern das Gedicht nochmal in anderer Form:

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und für eine respektvolle Welt überall, die wirklich alle Menschen wertschätzen kann:

„And to all of the little girls who are watching this ,

never doubt that you are valuable and powerful

and deserving of every chance and opportunity in the world

to pursue and achieve your own dreams“ (Hillary Clinton).

Das gilt genauso für alle Frauen dieser Welt und genauso auch für alle respektvollen Menschen, für Mädchen, Frauen, Jungs, Männer, alle die sich weder zuordnen können noch möchten (was ein Glück für alle ist), alle die einfach nur gut mit sich und anderen Menschen leben wollen.