Sich selbst fühlen und neu entdecken. Oder anders gesagt: „jetzt bist du frei“.

„Ich glaube, wir haben beide eine grundlegende Ehrfurcht und einen gewissen Respekt vor uns selbst und unserem Körper entwickelt, was uns letztendlich auch zu der Frage geführt hat, warum dieses Thema nach wie vor so scham- und tabubehaftet ist. Dazu sollte es aber überhaupt keinen Grund geben.

Mir fällt immer wieder auf, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der der weibliche Körper hoch sexualisiert wird. Es gibt massenhaft Darstellungen des weiblichen Körpers als Hülle(!), die in ihrer Perfektion und ihrer Schönheit, aber nicht in ihrer Funktion dargestellt wird. Natürlich zieht die Funktion auch immer einen Rattenschwanz an Dingen nach sich, die weniger angenehm oder ansehnlich sind. Darüber möchte aber niemand sprechen und das spiegelt sich auch in der Werbung wider. Tampons und Binden werden immer mit einer blauen Flüssigkeit beworben, obwohl Blut faktisch rot ist.

Je mehr wir wissen und beobachten, desto mehr Hochachtung und Respekt muss man seinem Körper zollen. Periode ist so normal wie Pinkeln oder Butterbrote – es ist nicht akzeptabel, dass die nötigen Artikel dazu, Tampons zum Beispiel, mit einer Luxussteuer von 19% belegt sind. Ein Blumenstrauß wird dagegen nur mit 7% besteuert. Die Periode ist kein Luxus. Laut sein, es offen sagen zu können, wenn es uns schlecht geht und warum und vor allem dass wir uns nicht in Unkosten stürzen müssen, weil wir diejenigen sind, die die Eizellen für den Erhalt dieser Zivilisation liefern. Kein Mensch würde doch gesunden Verstandes eine Luxussteuer auf Klopapier dulden.

Der weibliche Unterbauch ist einfach das Ultimum. Alle Abläufe darin sind fein getaktet und funktionieren wahnsinnig gut.

Junge Mädchen wachsen heute in einer hochsexualisierten Umwelt auf. Teenager können scheinbar über alles reden. Aber echte Wissensvermittlung findet in diesem Bereich kaum statt. Auch in der Öffentlichkeit wird das Thema totgeschwiegen“ (Eva Wünsch und Luisa Stömer, Autorinnen von Ebbe und Blut, ein Buch über alles rund um den weiblichen Zyklus, der Periode und alles, was das Selbstgefühl beflügeln kann). Wie so einige Themen totgeschwiegen werden, die unbedingt ausgesprochen gehören. Danke für diesen Mut!

 

 

Da liegt so viel Macht darin für sich selbst

Genau das zu tun was einem helfen kann

Wieder lebendig zu sein
Zu malen zu schreiben so bunt rumzulaufen

Wies nur geht Theater zu machen

Freundschaft
So viele respektvolle Momente

Ehrlich zu sein
Es ist als könntest du wieder atmen

So tiefenglücklich

Gerad weil du so ehrlich bist

Dir die Verletzungen ehrlich ansiehst

Da liegt so viel eigenes Wissen darin
Dich mit jeder eigenen Körperzelle zu verbinden

Sinnlichkeit
Nachzufühlen zuzuhören was du fühlst

Und glücklich im eigenen Leib zu sein
Die ganzen Verletzungen wahrzunehmen
Aber auch all das Gute

Die Menschen die du liebst auch
Dich selbst sowieso

Sich selbst liebzuhaben
Respektvoll mit sich selbst zu sein

Die eigenen Vorgänge im Leib zu verstehen

Wirklich nachzuspüren

Auch dass die Periode sehr viel Power und Wissen bringen kann
Alles selbst zu erkennen ist unglaublich stärkend

Dann sitzt du da

Und weinst

Weil du deine Pubertät nicht mitbekommen hast deine ganze Entwicklung nicht

Nichts weil du nie einen Körper haben wolltest durch all die Gewalt

Du konntest dich nie sehen noch weniger spüren das wolltest du auch nicht

Du trauerst jetzt für das Mädchen das du warst das keine Sprache mehr hatte

Auch darum dass du

Durch all die Gewalttaten im Grunde nicht mal jetzt dich immer so fühlen kannst

Wie du das eigentlich willst bei dir sein möchtest

Du wirst nie wissen

Wie sich das angefühlt hätte

Wenn du im eigenen Leib gewesen wärst

Aber heute kannst du da sein

Für dich
Tanzen atmen wieder aufstehen
Lebendig sein

Um Hilfe fragen

Weinen können und dann auch dadurch wieder lachen
Im Moment sein

Dein Leben leben
Deinen Weg gehen

Dich selbst erkunden
Dich lieb haben in allem
Dir selbst zuhören
Und dem

Was dein Leib dir sagen will

Auch wenn das heißen sollte dass du neben Glücksgefühlen und lauter Abenteuerlichkeit
Auch Ozeane weinen musst oder nur noch stumm da sitzt vor lauter Verletzung

Alles innerlich schmerzt und du nur den Tisch zerschlagen willst

Vor Wut

Auch das

Weil du dann wieder lebendig bist

Du selbst sein kannst

In allem
Dein Leben

 

 

 

 

Von den Autorinnen von Liliths Schatz, die auch so wunderbarmutig sind, kam noch der Tipp für eine andere Geburtskultur und Umgang mit der Geburt, einfach als eine neue und heilsame Sichtweise: Happy Birthday e.V..

Es ist auch so, dass meine Freundinnen und Freunde ständig, wenn Gewalterfahrungen hochkommen, so viele gute Ideen und Bilder haben, die einen wieder daran erinnern, was Lebendigkeit heißt und Sinnlichkeit und wie das Leben auch sein kann.
Ich selbst entdecke auch immer wieder ganz andere Zugänge, Menschen, die ihre Sinnlichkeit leben und ihre völlig eigene Sicht auf den Leib/ Körper. Das war jetzt auch nur ein Beispiel, es gibt unendlich viele mehr, zu so ungefähr allen Themen. Es gibt so viele unendlich mutige und respektvolle Menschen, das fällt mir dann immer auf.

Das eigene Selbstgefühl ist so unendlich kostbar! Auszusprechen, was ist und was zerstört aber genauso. Das ist immer der Anfang für ein eigenes Gefühl für sich selbst, auch wenn es wirklich einen manchmal zerreißen kann, das alles zu fühlen. Es ist aber der Ausweg sich aus der Grausamkeit und der ganzen Gewalt zu retten und ein eigenes Leben leben zu können.

In den Worten von Bettina:

„sie singt und spricht und bewegt sich

unbeeindruckt

bei sich selbst“

Frauennotruf Sprachlosigkeit. Zu viel Schmerz. Und doch eine andere Melodie.

Du hast gefragt

Dabei kurz die Narbe am Arm gesehen

Kamst auf mich zu

Mit dem Blatt Papier

Wo die Beratungsstelle ist

Frauennotruf

Ich hatte nicht wirklich Worte

Ich glaube ich kann gerad keinen Schmerz tragen

Nicht mal meinen eigenen
Zu schwer

Zu verletzend

Du hast das verstanden

Und trotzdem

Das erste was ich und eine andere Frau gemacht haben

War, ohne Nachzudenken, dich an einen Mann zu verweisen

Natürlich wolltest du keinen Mann nach der Adresse fragen
Ich hätte im Boden versinken können
Es war furchtbar

Es ist immer als ob wir Schmerzen nicht sehen wollten
Dabei kenn ich das ja selbst

Aber vielleicht gerad dann

Du meintest dann nur: „Na klar, Männer wissen alles“
In deinem Blick lag so viel Schmerz

Und ich wusste nicht was ich sagen sollte
Aber ich glaube du wusstest eh

Was ich eigentlich denke und wie ich lebe

Da lag für einen Moment so viel Erkennen in deinem Blick
Ich wünschte ich hätte was Anderes gesagt

Auch später noch
Bei Menschen die ich mag

Manchmal bin ich so im Schmerz
Dass ich nicht mehr bin wie ich gerne wäre

Nicht mehr über die Mauer kann
Nur noch Verletzung

Ich hab keine Worte dafür

Als du die Narbe gesehen hast waren da auf einmal wieder die Bilder

Die Schreie Schlagen Vergewaltigen nicht sehen leere Kinderaugen auch

So viel leeres Gerede so viel Zerfetztes ich wusste nichts mehr

Kein buntes Kleid kein Theater kein Beruf

Kein gar nichts kann das auflösen
Keine guten Begegnungen

Diese ganzen Schmerzen auch

Vielleicht war es auch zu viel
Dass du mich an die Narben erinnert hast

Auf einmal hatte ich keine Worte mehr

Ich hab auch keine
Zu viel

 

 

Freundschaft ist immer so wertvoll und so bewegend, so ehrliche Gespräche auch. Andere Melodie:

„und, kein Wunder, dass Dich das aus der Balance gebracht hat, also die Frage und was das alles ausgelöst hat – also dass dann noch etwas daraus entstehen kann,
das ist doch gut und wunderbar. hab ich Dir schon ein Foto meines Lichtblickbildes geschickt. das ist ein echtes Rosenbild; ich würde es fast ‚Rosenlicht‚ nennen. auch mal doof sein ist auch wichtig!“ (Bettina mit den tanzendmutigen MondlichtIdeen).

„Es ist doch klar, dass du viel Wut gebunkert hast, die langsam frei wird, es gehört genauso dazu wie die schönen neuen Momente des Glücks und des Wandels“ (Andrea, die so viele Frauen auf ihren ganz eigenen Wegen stärkt und einfach nur wunderbar lebendig ist!). Und Trauer, die war auch gebunkert, was noch viel schwieriger zu fühlen ist als Wut.

„Ich habe auch immer wieder gedacht, dass es ein Wunder ist, dass du überlebt hast und dass du so viel Lebensmut und – willen/freude hast und ich hoffe, diese bleiben dir, trotz der Rückschläge wie am heutigen Tag, erhalten. Die Welt kann noch so viel von dir lernen und erfahren und in den Genuss deiner Talente kommen. Bewahre sie dir und lebe sie bitte weiter aus (sag mir bitte Bescheid, wenn du eine Kunstaustellung irgendwann einmal eröffnest oder dein Buch veröffentlichst)!“ (Linda mit genauso wunderbartiefehrlichen Gedichten). Etwas sprachlos, weil da immer so viel Gutes und auch Respekt ist, den wir doch wieder sehen können.

Ich weiß schon wieder nichts Wertvolleres als das, was auch Gewalt beenden kann, dieser ganze Respekt zwischen Menschen und all die Wertschätzung und die gemeinsame Ehrlichkeit auch, die dann auch wieder Leichtigkeit bewirkt:

„Ich möchte dir nur sagen, dass ich an dich denke und für dich meditiere. Und für die Frau.

In Liebe,

Edith“.

Das sind wieder Momente, die auf gute Weise sprachlos machen. Das was das Leben eben auch sein kann. Voller kunterbunter Wertschätzung und Tiefenrespekt.

Wundertreffen. „Wo wir uns eh immer kreuz und quer durch die Stadt sehen, können wir ja auch mal Kaffee trinken gehen“.

Neu sehen:
Ein ganz anderes Leibselbstgefühl im Zitat von Anna Halprin, das so heilsam ist: „The body is living art. Your movement through time and space is art. A painter has brushes. You have your body“.

 

Leuchten in den Augen

Zwei Menschen die grinsend stehen bleiben

Weil sie sich mal wieder sehen

Wie Wirbel aus lauter Farben

Wie ganz eigene Musik

Träumen

So viele spannende Menschen
Gute Gespräche

Tanzen

Albern sein

Völlig frei

Vor Freude fliegen können

So viel Respekt

Wieder alle Menschen zeichnen wollen

Da ist immer so viel Gutes möglich

Wenn wir ganz da sind

Frech lachen weil jemand fragt: Was machen Sie da im Baum?
Wirklich da sein können

Ehrlich sprechen

Tiefe Freundschaft

Unendlich kostbar

Und einfach nur

Durch das eigene Leben

Hüpfentanzenzaubern

Wirklich lebendig

Zu sein

Für diesen Moment

 

 

So viele Wunder teilen und dadurch immer bunter werden lassen: „Die Fotos sind wirklich traumhaft schön! 😊Ich kann mir vorstellen, dass das Kleid genauso toll war“ (meine beste Quatschschwimmpartnerin, Jubelnd die Rutsche runter düsen! und Konfetti! Edith). Sich selbst immer wieder neu entdecken – auf den unterschiedlichsten kunterbunten Wegen.

Astrid Lindgren zum Thema:
„Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern“. So ist es! Albernfreitiefenzauberlebendig.

und zum Schluss und Anfang wirklicher Mut!: „Australian Labor Party Senator Penny Wong is used to a certain amount of badgering and manterrupting from her fellow colleagues, but in a Parliament session on Wednesday, she clapped back. The senator MacDonald really does have an unhealthy obsession with me,” she said, after he interrupted her during her speech on the Senate floor.
When MacDonald mumbled another interruption from his seat, Wong ― who’s openly gay and has a partner and two children ― reminded him, “You’re not my type either, mate, don’t worry about it” (Senator Penny Wong, Quelle: über I AM THAT GIRL, Huffpost Artikel von Jenavieve Hatch). Just: yeeeeesss!

Aus der Sprachlosigkeit heraus mit eigenen Worten im eigenen Leben

Verletzungen. Auf einmal so klar spürbar, wenn Menschen dich wirklich sehen. Keine Worte. Du versteckst dich vor den Menschen, die sehen könnten, weil du nicht weißt, was du eigentlich genau sagen sollst. Wie du das jemals sagen könntest.
Wie sollst du das bloß überhaupt sagen? Was du alles wahrnimmst, fühlst und denkst?

Es ist so, dass du so sehr dein eigenes Leben lebst, heute, aber Verletzungen gehen nicht einfach. Die sind da. Manchmal fehlen Worte. Du weißt nicht, wie du jemals irgendwie auch nur ansatzweise erklären könntest, wie all die Grausamkeit und Gewalt einen zerstört.
Du fühlst immer noch nicht, dass wirklich respektvolle Menschen bei dir sein könnten und umgekehrt. Du weißt, dass das so oft möglich war und ist, aber genau in den Momenten, wo du das Wissen bräuchtest, ist es weg.
Da sind so viele Verletzungen.
Es ist dann, dass im Grunde dein Verhalten das dann zeigt, vor allem bei Menschen, die respektvoll sind. Indem du nicht mehr weiter weißt. Keine Worte mehr hast. Nicht mehr weißt, wie du herzlich sein kannst, ohne anzufangen zu weinen, weil du fühlst, dass da so viele Verletzungen sind. Dann bekommst du Angst davor und willst nur wegrennen. Ein Bild aufrechterhalten, das nicht alles ist. Weil es leichter ist.

Es gibt so vieles, wofür es keine Worte gibt.
Es ist so, als könntest du auf einmal nicht mehr sehen, wer du selbst bist, wenn du jemanden magst, sondern nur noch alles, was dich zerreißt. Das ist eine Mauer bei der du nicht weiß, was du damit tun sollst.

Verletzlichkeit.

Es ist als würdest du vergessen, was du anderen bedeutest, genau in den Momenten, immer wieder und auch, wer du selbst bist. Gerad wenn das absolut respektvolle Menschen sind. Als könntest du dich auf einmal nur noch nicht mehr sehen. Als wäre all das doch wieder da, was die ganzen Gewalttäter gesagt und getan haben. Nicht das was du bist. Als könntest du gar nicht mehr sehen. Alles in dir irgendwie abgetötet.
Wie sollst du das überwinden?

Dann sind da auf einmal so berührende Worte, Momente, so viele Menschen, die wirklich da sind und so viel, was das Leben auch sein kann und du hast auch keine Worte, was dir das bedeutet, aber es verändert unglaublich viel.
Du wünschtest, du könntest das öfter fühlen, wer du eigentlich selbst bist und dich auch so sehen, gerade auch bei Menschen, die du magst. Dann wärst du auch frei zu sein wie du bist, auch bei den Menschen, die dir unglaublich viel bedeuten.

Die kostbarsten Momente und du hast immer noch keine Sprache, es gibt nichts Wertvolleres als das, diese ehrlichen Begegnungen, immer wieder.

 

Ich weiß auch nichts Wichtigeres zu sagen als das, wie sehr das verändert:

„Ich bin so dankbar für alles und auch dafür, dich kennen gelernt zu haben.
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass mich meine Chefin im Vorstellungsgespräch gefragt hat, ob ich mal mit Frauen zu tun gehabt hätte, die Gewalterfahrungen erlebt haben wie die Mehrheit der Frauen in der Wohngruppe. Als erstes bist du mir eingefallen und ich habe ein bisschen von dir erzählt. Es ging ihr wohl mit der Frage darum, ob ich auch Emotionen ausdrücken kann und auch mit dem Gefühl der Sprach- und Fassungslosigkeit umgehen kann, d.h. diese Gefühle oder auch Wut und Entsetzen ausdrücken kann, denn die Frauen werden mir ihre Geschichten erzählen und dann wäre es authentisch, wenn ich auch mal sagen würde, dass mir gerade die Worte fehlen oder dass ich mal kurz Zeit brauche, um mich zu sortieren und das Gehörte zu „verdauen“. Oder dass ich auch das Gefühl der Wut zulasse und es äußere. Genauso habe ich deine Geschichte gehört und konnte ihr sagen, dass ich genau das gefühlt habe und bis heute Wut und Entsetzen verspüre.
Daher danke ich dir auch nochmals für deine Offenheit und dein offenes/öffentliches Eintreten für deine Freiheit und ich hoffe, dass du das weiterführst.
Deine Kreativität und Talente können dir dabei nur helfen. Ich wünschte, es gäbe noch mehr so starke und beeindruckende Frauen wie dich!“ (Linda).

Ich hab nicht mehr Worte als diese. Ich weiß nichts Wichtigeres zu teilen als diese wunderschönen Momente zwischen Menschen. Ich habe auch nichts Wichtigeres zum Zitieren und Schreiben als das. Ich denke auch, dass es wirklich nichts Kostbareres gibt.

Ich wünschte wirklich, auch wenn ich das wegen all der Verletzungen oft nicht zeigen kann, dass es mehr Menschen wie meine Freundinnen und Freunde geben würde, alle respektvollen Menschen, die ich auch hier immer wieder erwähnt habe – für die auch all meine Gedichte sind, genauso wie alle wunderbaren Begegnungen am Tag und natürlich all meine Improtheaterwundernasen. Zusätzlich wäre es sehr schön, wenn es mehr Menschen wie die ganzen interessanten Leute geben würde, die ich über das Schreiben kennengelernt habe, die alle sehr unterschiedlich und doch gleich respektvoll sind. Mir fallen sofort die wunderbarmutigen Medienmenschen, Flugzeugfreunde, Radiomoderatorinnen, Respektaktivistinnen aus allen möglichen Ländern und noch viele mehr ein, die wirklich etwas bewegen, auch nur dadurch, dass sie so unterschiedlich sind – und doch alle in ihrem Respekt und ihrem Sprechen da. Im Grunde, alle Gedichte und alle Bilder sind auch aus all diesen Begegnungen entstanden. Immer wieder. Diese Menschen haben mich auch immer in meinem Schreiben und Sprechen durch ihr Zuhören, Sehen, ihre Lebendigkeit und auch durch ihre eigenen Wege unterstützt.

Und…das für mich Verletzlichste auch immer noch, das ich aber sagen will, weil es wichtig ist,  trotz all dem was mich innerlich zerfrisst und dann bewirkt, dass ich das nicht zeigen kann: Menschen wie Peter. Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen, die so sind und leben, tiefenrespektvoll, die Grenzen achtend von sich selbst und anderen (das war das erste, das mir und anderen bei Peter aufgefallen ist, das ist auch unendlich kostbar!), fragend und da – und einfach ehrlich und wirklich so sehr nur lebendig. Das wünschte ich wirklich. Mit allem was ich lebe, ich meine das genau so wie ich es schreibe, selbst wenn ich es nicht immer zeigen kann. Es ist aber so, dass das so wichtig ist, dass es mehr tiefenrespektvolle Menschen gibt, die wirklich lebendig leben. Es ist das Wichtigste.

Wolkenleichtigkeitstänzerin

Sie bewegt sich für sich selbst. Ein Wolkenkleid, voller Wunder und Staunen und Reisen, Geschichten, glücklich. Frei. Jeder Blick besonders. Jeder Moment voller Zauber. Sie wirbelt herum, alle Verletzungen ausgesprochen, sehr klar in ihrem Sehen, ihrem Sein. Unsicherheit gehört auch dazu, wie sich selbst wohlzufühlen und fühlen zu können. Sie selbst in jeder Bewegung. Sie kann fliegen.

 
Die Menschen um sie herum auch. Alles ist voller Farben und Träume und Wünsche und tiefer tiefer Ehrlichkeit. Da sind auch viele Tränen, aber sie findet einen Abschluss. Auch Wege mit den Verletzungen zu leben. Es hat unendlich gedauert, aber es ist ihr Leben. Sie ist frei. Immer wieder. Auch wenn es manchmal so ist, dass sie die Mauer nicht überwinden kann, in ihrem Selbst ist sie frei. Sie wird Wege finden – immer.

 
Sie malt, was ihr entspricht. Aus sich selbst heraus. So viele tiefe, respektvolle, lebensfrohe Blicke und Momente – und die Menschen um sie herum sind seit mehr als zwei Jahren immer die, die sie wirklich in ihrem Leben wollte. Sie kann gut Grenzen setzen. Daher ist sie so frei und das ist ihre eigene Magie.

 
Da ist so viel, was sie niemals wird wirklich sagen können, wie schlimm Gewalt wirklich ist, was das alles zerstört, aber heute lebt sie ihre eigene Gegenwart.

 

Eine ganze Welt, die sie für sich entdecken kann, die sie nie gesehen hat. Auch sich selbst fühlen und wahrnehmen zu können. Selbst zu bestimmen, wie ihr Leben sein soll. So viele neue Wege.

 

Sie weint, weil es endlich aufgehört hat. Die ganze Grausamkeit und Feigheit, die ihr angetan wurde.

 

Sie kann sich wieder frei bewegen und wenn es nicht geht, dann hat sie eine Sprache dafür. Die Verletzungen lassen sich nicht auflösen, wie bei keinem Menschen, aber jetzt, in ihrer Gegenwart, kann sie fliegen.

Sie ist frei.

Wolkenleichtigkeitstänzerinfrei.

 

Gemeinsam reisen, wirklich leben und vor Freude nur noch herumtüfteln, ausgedrückt in einem Kleid von einer Freundin, „Wow, das klingt so wunderbar! Dein ganzer Tag und ein Erfinderinkleid!“

IMG4752AWenn du völlig frei bist, alles benennen kannst und so viel Kurioses und Zauber erlebst, ganz eigene Welten, kreative Menschen auch, so viel Eigenes. Im Leben. IMG4754AEin Theaterfreundinwunder, also diesmal nicht selbst gemalt, aber unglaublich spannend. Ihr Satz: „Das ist dein Kleid, wenn das mal nicht dein Kleid ist, da hab ich sofort an dich gedacht“. Wundermomente. Neu sehen lernen auch, sich selbst, immer wieder. Neu entdecken. Tiefe Freundschaft und Hoffnung neu entwickeln können. Sich selbst befreien. Atmen können.

Ozeanorchester und Meermelodie oder: Ein frech lachendes Mermaidgefühl.

„Das Wissen über unseren Körper ist ein Abenteuer und Freundschaft mit sich selbst. Quantenphysik in allen Ehren, aber was unser Körper jeden Monat vollbringt ist einfach genial“ (Luisa Stömer).

 

Da sind so viele Wunder

Unendlich viele Menschen

Die du einmal wieder nur
Zeichnen willst

Das Gefühl
Wenn du im Wasser bist

Keine Bewertung
Kein Lärm

Völlige Ruhe und Zauber

Deine eigenen Bewegungen

Dich lieben können

So viele Magiemomente
Mit anderen Menschen auch

„Wir sind ja schon lavendelmäßig eingestimmt“
Vor Freude nur noch rumhüpfen

Orchester spielen
Gospel Verrücktheiten
Theater und Selbstgefühl

Respektvolle Momente

Voller eigener Gedanken und Gefühle

Voller Wünsche und Träume

Auch weinen können mal wieder

Ehrlich sprechen
Freundinnen und Freunde

„Viel Erfolg beim letzten Verfahrensschritt! Ich weiß, dass es wird! Ich kenn dich!“

Leicht entrückte Momente

„Ich bin auch oft in der Natur“ – „Ah, daher kennen wir uns, ich dachte schon, ich hab da Buntes leuchten sehen“

Die Männer aus Spanien die auf einmal mittanzen als sie dich rumhüpfen sehen
Die ganzen Frauen die mit dir frech grinsen

So viele wunderschöne Momente

Da ist immer wieder

Glück im eigenen Gefühl
Und in Albernheiten

Und ehrlichen Gesprächen

In der Kreativität sowieso

„Eine Mermaid? Davon will ich ein Foto“ – „Na gut, weil du es bist“

So urlebendig

Als würden aus allen Meeren und Ozeanen

Alle Zauberkräfte kommen und du tanzt darin
Völlig bei dir selbst

Und für Momente tiefenglücklich

Weil du so wahr bist

Zu dir selbst

Und allen anderen
So gut du eben kannst
In deinem Leben

 

 

Theaterverrücktheiten und Begegnungskostbarkeiten, mitten aus dem kunterbuntwilden MusikOzean:

„Aus den Tiefen der Ozeane…“…dramatische Musik….„-ach SCHEISSE!“ – „Hey! Du hast die Stimmung zerstört!“.
„Das sieht lustig aus, gerad auch die Kombi!“ „Das nehm ich mal so als Kompliment“ „Das war auch eins. Sie machen gute Laune!“.
„Sie strahlen so viel Wärme aus, wissen Sie das eigentlich? Das ist als ob Sie alle gute Energie auf einmal leuchtend herumwirbeln. Ich habe immer das Gefühl, ich würde Sie ewig kennen“ „Ich auch bei Ihnen, bleiben Sie wie Sie sind“.

Es geht nicht um Bedürfnisse, aber das würdet Menschen wie ihr nicht verstehen.

Weißt du noch, als du damals meintest zu mir als Kind (was du eh nie gesehen hättest, so wie du niemanden siehst und dich auch nicht), „Na siehst du, jetzt verstehst du mich, ich hab auch mal Bedürfnisse“. Nicht “nur”, dass du das Wort “Bedürfnisse” für schlimmste Gewalt verwendet hast (was auch gereicht hätte, aber definitiv), sondern auch noch, dass du deine Gewalt auf andere übertragen hast. Nicht “nur” in Taten, sondern auch mit diesen Worten.
Das ist der Grund, warum ich mich bis heute vor mir ekel, obwohl das nicht sein müsste, wenn ich jemanden mag. Ihr habt alles derartig gewalttätig gemacht und in diesen Kontext gehoben, dass es erstickend ist.
Als ob Gewalt etwas mit “Bedürfnissen” zu tun hat. Das ist eine Entscheidung. Nichts weiter. Die größte Feigheit auch noch. Deine sowieso.
Ihr habt alles derartig mit euren Bildern und Gewalt besetzt ,dass ich nicht mehr atmen konnte. Ich habe erst später verstanden, dass das der Plan jeglicher Gewaltzirkel ist, gute, respektvolle Beziehungen zu anderen Menschen zu verhindern. Damit niemand ausbricht.
Ich bin immer noch sprachlos davor. Es ist auch besonders wirkungsvoll, vor allem bei Kindern. Du fängst dann nämlich an dich vor dir selbst zu ekeln, wenn du jemanden magst. Auch weil du dich vor Gewalt ekelst, was ja richtig ist, aber das ist dann alles verschwommen. Ich konnte mich selbst nicht mehr sehen, wie auch?

Alles wurde ständig auf eure gewalttätige Weise “sexualisiert”, es geht dabei nie um Sexualität, weil es das nie!! ist, sondern schlimmste Gewalt. Es war unerträglich! Ich hab nicht mal Worte dafür, werde ich auch nie wirklich haben, was das bedeutet, für Kinder vor allem. Es war nur eure Feigheit und nichts weiter. Wie immer.

Dann sitzen andere Menschen mit den Wunden da und nicht ihr.
Das, was du niemals verstanden hättest und nie verstehen wirst, war, dass ich diese Menschen, die ich von Grund auf gemocht habe, wirklich mochte, mit allem was ich war. Es ging nicht um “Bedürfnisse” und auch diesen Menschen nicht, ich mochte diese Menschen einfach und sie mich, als Menschen. Ich weiß, dass ihr diesen Satz niemals verstehen und lachen würdet, weil ihr Angst habt.
Dieses Gefühl, jemanden als Menschen wirklich zu mögen und gemocht zu werden, ist aber auch das, was ihr in anderen ausrotten wollt, weil das eure Systeme zerstört. Ist das nicht so? Das ist so. Deshalb sind ja Tränen und Worte, die urehrlich sind auch die größte Gefahr für euch und daher die ganzen Drohungen. Dahinter ist nur Feigheit. Welche “Stärke” soll Gewalt eigentlich sein? Ist ja lachhaft.

Es verdeckt nur, was ihr auch verdeckt habt, dass das alles Menschen sind, die nicht den Mut haben, wirklich zu fühlen und verletzlich zu sein. Das ist alles. Und ich weiß schon, dass ihr bei solchen Sätzen ausrasten würdet, aber das ist eben nur das Zeichen dafür, dass es wirklich stimmt.

Eure Grausamkeit und Gewalt hat mir beigebracht, dass ich besser alles abtöte und niemanden mag, denn niemand will gerne Ekelgefühle haben. Die zerstören einen von innen heraus. Ich geh dadurch, bis es aufhört. Wenn ich mir irgendwas versprochen hab, dann dass ich mich zu meinem eigenen Gefühl und meiner Wahrnehmung entfalte. Egal wie lange das dauert. Das was Gewalttäter niemals fühlen könnten und daher ist es auch mein bester Schutz und die beste Freiheit, die ich mir geben kann. Wie auch allen anderen Menschen um mich herum und wie für alle Menschen, die frei sein wollen. Wirklich frei.