Blicke zu viel wie nicht sehen

So viel Schönheit da

Ruhe auch
So viele unendliche Farben

Ich will nur tanzen

Dann die Blicke in der Stadt

Oft unerträglich
Es gibt so viele spannende Menschen
So viel Interessantes

Es gibt aber auch Blicke

Die aushöhlen
Die fast in sich selbst zerstören

Ich will nur weg davon

Manchmal möchte ich mir
Nur die Clownsnase aufsetzen
Und verschwinden

Diese Menschen sehen sowieso nicht

Ein Schutz wäre sehr schön
Es ist als wären dann alle Schmerzen zu viel
Und du willst nur sagen
Lasst mich doch in Ruhe

Damit ich wieder atmen kann

Lasst mich hier einfach das leben
Was mich zum Tanzen bringt
Was in mir alle Zellen vibrieren lässt

Vor Freude
Meine eigene Ehrlichkeit

Mein eigenes Leben
Da sind genug Wunden

Ich möchte ich selbst sein
Da sind so viele Zweifel

Und oft die Blicke zu viel
Du sagst dir selbst

Reiß dich zusammen

Gute Sache

Nicht wirklich umsetzbar

Und doch ist da immer

Ein ganzes Konzert in mir
Aus eigenen Tönen
Wunderschöner Musik
Die ich leben will
Lasst diese toten Blicke sein
Ich will leben!

 

Wirklich sehen und andere Wahrnehmungen auch bei Bettina Schmitz uni-geh-dichte der éditions betweena, mit der Entdeckerinnenfreude in der Form eines Gedichts von mir und einem spannenden Aquarell von Traute Schneider-Zech. Bettinas Worte dazu: „und so schweben wir gemeinsam und ich schließe mit Caterina von Sienas Worten: >>Mehr sage ich jetzt nicht!<<”.

Dich zu kennen

Da ist so viel Gutes

Du tanzt

Vor Lebensfreude

Ich muss so lachen

Vor Glück

Du bist du selbst

Immer wieder

Sie interessieren dich kein Stück

Diese Menschen

Die nur lachen können
Über andere

Und nicht wirklich lachen
Die nicht verstehen
Was das Leben sein kann
Wenn wir so frei sind
Du stehst morgens auf
Und wir rennen hoch auf den Berg

Um den Sonnenaufgang zu sehen
Warum auch nicht

So tiefenlebendig

Wenn niemand da ist

Bealbern wir alles auf dem Abenteuerspielplatz
Wir sagen unsere Wahrheit

Immer wieder

Weinen wie lachen
Wirklich da

Ich bin so froh
Dass es dich gibt

In jedem Moment

Da ist jeder Moment so wertvoll
Wie fliegen können
Es ist so unglaublich reich
Dich zu kennen
Ich hoffe

Du weißt das

In jedem Moment

 

für meine kunterbunten Lebendigkeitsnasen

Einen Blumenstrauß für Weltenreisende

So viel Humor

Am Tag

Ein Weltenreisendenclown

„Ich bin der Globus!“
So viel Quatsch

Wirklich lebendig sein
In den Kaffee lachen müssen
Bei seltsamen Kommentaren

Ältere Frauen im Café

Die wirken wie freche Detektivinnen

Da gibt es so viel Gutes zu leben

Wenn wir darauf achten

So viel Liebenswertes auch
Da ist auch immer Hoffnung

Trotzdem

So viel tiefe Freundschaft

So viel Verstehen

Selbst mit der Unsicherheit da sein
Auch mit allen Wunden
So viele gute Momente am Tag

„Ich hab das Kleid schon von draußen bewundert! Da passen Sie ja in den Weltladen!“

Kunterbunte Kreativität und selbst gestalten

Es gibt unendlich liebevolle Menschen auf der Welt

Unendlich respektvolle
Es gibt so viele lustige

Aufrichtige wirklich tiefenehrliche
Glückliche so wahre Momente
Was ich leben will

Morgens vor Staunen stehen bleiben müssen

Beim Sonnenaufgang

So tiefenlebensfroh

Eigene Musik

IMG3898A

Ein Londonweltenstrauß für Weltenreisende, fehlen nur die Camillerosen.

Inneres Gift

„Wenn du nicht so eine Fresse hättest, dann würde das alles nicht passieren“. Wie schön. Die immer gleiche Ausrede für alle Gewalttäter und alle Gewalttaten. Schuld sind die, denen es angetan wird, weil sie nicht ins Konzept passen. Die ewiggleiche sinnlose Ausrede der Feiglinge.

 
Wenn du das als Kind jeden Tag hörst, dann ist etwas tief verwundet, das nicht so schnell wieder geht. Es bricht immer wieder auf, wenn jemand ähnlich redet, wenn da ähnliche Feigheit ist. Selbst in den schönsten Momenten manchmal, da sind jeden Tag so viele tolle Momente, so viel Gutes, so viel Schönes, so viele respektvolle Menschen und mein eigenes Leben, aber wenn ich so eine Sprache höre, dann ist es wieder da. Es ist als würde alles innerlich zerreißen.

 
Das was ihr gesagt und getan habt. Es wird sich immer ein Kind rausgesucht, das angeblich alles schuld ist, mal wieder.

Als ob das Aussehen von irgendjemanden etwas mit der Entscheidung von anderen Menschen zur Gewalt zu tun hätte.

 
Doch als Kind nimmst du das an. Du sitzt dann da und hoffst jeden Tag, du würdest anders aussehen. Du sitzt vor der Ärztin und flehst darum, dass du einfach alles abgeschnitten bekommen kannst, damit du Ruhe hast. Du glaubst das wirklich, dass es daran liegt. Diese Gefühle gehen auch nicht wirklich.
Es ist dann so, als ob du wirklich die Schönheit in so vielen Momenten und Menschen sehen kannst, aber deine nicht. Ganz oft willst du dich verstecken, gerade dann wenn alles gut ist. Diese Taten und diese Sprache zerstören, alles. Wenn dir jeden Tag gesagt und mehr als gewalttätig gezeigt wird, dass du angeblich „ekelhaft“ bist und dass deshalb die ganze Gewalttätigkeit von anderen da ist, dann zerfrisst dich das innerlich. Inneres Gift. Das all die guten Momente lähmt. Selbst die wunderschönsten. Es ist als wäre immer etwas in dir tot. Abgestorben. Du konntest nicht weinen. Wozu auch? Dann wurdest du fast tot geprügelt und fast erstickt. Weinen war gefährlich, wie das oft so ist in Gewaltkreisen. Könnte ja auch dazu führen, dass da noch eigene Gefühle sind. Die größte Gefahr überhaupt für Gewaltzirkel.

 

Wisst ihr was? Diese gewalttätige Sprache zeigt, genauso wie die Taten, nur eure Feigheit. Ich dachte immer damals, wie das dann alle denken, dass ich einfach nicht „stark“ genug wäre für sowas, dass ich mich „anpassen“ müsste und so weiter, aber die Wahrheit ist: es zeigt nur eure Schwäche. Nichts weiter. Eure ganze Feigheit. Die unendliche Ausmaße hat. Mehr nicht.
Alles was ich heute machen kann und alle Menschen, die respektvoll leben wollen, ist zu schauen, dass ich für mich selbst da bin, wenn das alles hochkommt und ich mein eigenes Leben lebe. Mit meiner eigenen Sprache, meinem eigenen Respekt und meinen eigenen Ansichten, mit dem was ich leben will. Wie ich mich fühlen, denken und sein will.

Lebensgenuss

Ozeantiefes Lächeln
Immer wieder

Für einen Moment

Nur Lebensfreude

Die Augen schließen
Sonne
Tanzen

Den Mond sehen
Das Lächeln von Menschen
Die wirklich sehen können

Weinen dürfen

Bis da wieder Luft ist

Um zu atmen

Sich bewegen
Für sich selbst

Wieder Hoffnung

Immer wieder

Doch die tollen Momente

All die bunten Farben

Musik
So viele respektvolle Menschen

Auf einmal fühlt es sich an
Als wären all die Steine

Von anderen
Wieder verschwunden

Frei atmen

„Sie sind echt eine Freude! Wir sollten alle so bunt herumlaufen!“

So sehr lachen

Es gibt so viele gute Momente

An jedem Tag

Tiefe Freundschaft

Anvertrauen immer wieder

So viel was so schön ist

Wieder Hoffnung haben
Immer wieder

Unser eigene Wahrheit leben
So unendlich respektvoll

Wirklich da

 

Ehrlichkeit ändert unglaublich viel.
„Ich weiß wirklich nicht, was das ist in Frankfurt, dass man da als Frau so oft angequatscht und belästigt wird. Was für dumme Vollidioten! Und bemitleidenswert gleichermaßen. Es muss schrecklich sein so dumm zu sein, so vollkommen ohne Kontakt zu seinen Gefühlen, so vollkommen oberflächlich. Sich vor seinen Kumpels durch blöde Sprüche behaupten zu müssen, gleichzeitig blind für echte Schönheit.

Du bist wunderschön. Und zwar alles, dein Aussehen, deine Ausstrahlung und deine Gedanken“ (Edith, wunderbarmutig wie immer). Diese Schönheit sehe ich auch bei allen respektvollen Menschen, meinen Freundinnen und Freunden und allen tollen Begegnungen am Tag.

Unbeschreiblich

Manchmal willst du dich verstecken

Vor den Blicken

Die nicht sehen
All den Kommentaren
Die nur zerfetzen wollen
Mehr nicht

Nur einen Ort haben
Wo du sein kannst

Nur sein

Nichts weiter
Ohne Bewertung
Wo du atmen kannst

Ohne dass du Angst haben musst

Wo du weinen kannst

Wirklich nur einfach nur

Da sein kannst

Das ist so unendlich wichtig

Das Wichtigste
Diese Menschen zu kennen

Und Orte

Wo du so frei sein kannst

Wenn du sein kannst

Auch mit allen Wunden

Und auch wenn du

Innerlich nur noch vor Schmerzen schreist

Wenn da Menschen
Und Orte sind
Die dich sein lassen so wie du bist

In allem
Das ist unbeschreiblich

„Was ist denn Liebe eigentlich?“

Das ist wie eine Mauer zwischen uns. Als könnten wir das Wichtigste nicht sagen. Du hattest gefragt, was Liebe überhaupt ist. Ich denke, wenn die Frage da ist, dann ist sie nicht mehr da. Was paradox ist, aber es ist mein Gefühl. Das war auch genau die richtige Person, mit der du gesprochen hast. Manchmal vermute ich, dass wir eigentlich alle das nicht wirklich wissen. Woher auch. Was Terror ist, was Gewalt ist, können alle gut beantworten. Sehen wir ja oft genug.
Vielleicht ist Liebe eher etwas sehr Leises.

Etwas, das wir nicht gut in Worte fassen können, das sehr zerbrechlich ist und daher in einer lauten Welt auch nicht wirklich spürbar ist. Wenn wir nicht hinhören können sowieso nicht. Wenn wir unendliche Mauern haben auch nicht. Wenn wir fragen müssen auch nicht mehr. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber es war meine Wahrnehmung. Manchmal denke ich, alle Worte sind dafür zu wenig. Oder zerstören sogar. Ich weiß nicht mal, ob das Wort wirklich gut dafür ist. Es ist eher etwas nicht zu Beschreibendes. Das sehe ich in den Blicken von Menschen manchmal, auch bei meinen Freundinnen und Freunden, wenn sie ganz da sind. Bei Menschen, die sich wirklich tief respektieren. Es liegt mehr in Blicken und Gesten. Ich habe letztens ein älteres Paar gesehen, es war mehr in ihrem Lachen. Als hätten sie ein sehr lustiges Geheimnis, das nur sie zwei kennen. Als hätten sie ihre völlig eigene Welt und gleichzeitig liebevoll zu anderen deshalb. Nicht so richtig zu beschreiben. Es ist das, was dir in der Gewalt verloren geht. Denn Gewalt erlaubt nichts Zartes. Absolut nicht. Erst recht nicht irgendetwas, das Zeit braucht oder sehr leise ist.
Es ist das, was wirklich ein Wunder ist, wenn wir das noch wahrnehmen können. Das geht dir verloren.

Ich sehe das immer zwischen Menschen, die sich die Frage nie stellen. Die wissen. Wir suchen nach äußeren Gründen, aber es ist vielleicht mehr ein inneres Gefühl. Ich kann Menschen wiedersehen, die ich Jahre nicht gesehen habe, aber wenn da eine tiefe innere Verbindung ist, die so voller Respekt ist und tiefer Zuneigung auch, dann ist das für mich das was Liebe ausmacht. Es ist mehr in den Gesten. Selbst in der Zurückhaltung und in allem, was wir nicht sagen. Es ist spürbar. Eine leise Melodie vielleicht. Es ist das, was dir wirklich alles weggenommen wird, wenn du nur mit Gewalt “in Verbindung” kommst. Innerlich igelst du dich ein. Äußerlich meistens auch. Egal wie. Es gibt wenig, das mehr Angst machen kann als ein ehrlicher Blick, der sehen will. Sieht auch. Wirklich sieht. Worin auch Liebe liegt, wirklich zu sehen, das habe ich so oft gespürt. Als Menschen zu sehen. Tiefe zu sehen, gleichzeitig Leichtigkeit. Lebensfreude und sehr tiefe Ehrlichkeit. Weinen können, lachen, alles. Ganz sein auch. Gleichzeitig nicht-ganz-sein dürfen. Tiefenwahr.

Frag mich nicht, woher wir den Mut dafür nehmen sollen.